Lied im Advent

 

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns sehr

durch die dunklen Stunden.


Zwei und drei und dann vier!

Rund um den Kranz welch ein Schimmer,

und so leuchten auch wir,

und so leuchtet das Zimmer.


Und so leuchtet die Welt

langsam der Weihnacht entgegen.

Und der in Händen sie hält,

weiß um den Segen!

Autor: Matthias Claudius

 

 

 

Der Weihnachtsbaum


Strahlend, wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf der zarten Kugeln bricht.
“Frohe Weihnacht” klingt es leise
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt -
hinunter auf die ganze Welt.

Autor: unbekannt

 

 

WEIHNACHTEN

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Autor: Joseph von Eichendorff

 

 

 

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen

 

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.

Autor: Gustav Falke

 

 

 Weihnachtslied 

(Theodor Storm)

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern hernieder lacht;
Es brennt der Baum, ein süß' Gedüfte
Durchschwimmet träumerisch die Lüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muss ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.

 

 

Ein kleiner Baumwollfaden

 

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach", sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. "Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein" jammert es "und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?"

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchten an die Tür.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: "Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich habe da so eine Idee: "Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich habe dafür nicht genügend Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!"

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um die Welt zu erleuchten?!

Autor: unbekannt

 

 

Die graue Maus
frei nach Conny Cremer

                       

                           website: https://www-weihnachten.de/weihnachtsgeschichten/kinder/die-graue-maus.htm

 


Wie in jedem Jahr waren die Adventswochen wieder hektisch gewesen.

Sie hatte Kostüme geändert, ausgebessert oder sogar komplett neu hergestellt.

Sie hatte alle nötigen Requisiten begutachtet und bei Bedarf repariert, ausgetauscht oder ebenfalls komplett neu gemacht. Auch das Bühnenbild wurde von ihr überarbeitet und so hergerichtet, als wäre es noch nie vorher benutzt worden.

Jetzt saß sie in der kleinen Kammer neben der Sakristei, aus der sie Stimmen vernahm. Es waren die Kinder und Mütter, die das Krippenspiel in der Kirche aufführen würden, für das sie alle Vorkehrungen getroffen hatte. Sie hatte ihnen alles bereitgelegt, was für die Aufführung notwendig war: Die Kostüme in Reihe aufgehängt, so wie sie benötigt wurden, alle Requisiten dazu gestellt und beschriftet, welches Teil zu welchem Kostüm gehörte.

Sie saß da und lauschte. Jetzt ging es in die Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Am Heiligen Abend war die ganze Gemeinde da, auch diejenigen, die immer nur an Weihnachten auftauchten.

Aufmerksam verfolgte sie die Aufführung des Krippenspiels, dann die gesamte Christmette und auch die Danksagungen an die Beteiligten und Darsteller. Später lauschte sie den Schritten der Besucher und Darsteller, die nun, fröhlich plappernd, die Kirche verließen. Sie hörte, wie sich in der Sakristei die Messdiener und der Pfarrer umkleideten, um zu ihren Familien zu eilen.

Dann war alles still. Keiner war in ihr Kämmerlein gekommen, nicht einmal der Pfarrer war bei ihr gewesen. Niemand hatte ihren Namen erwähnt und keiner nach ihr geschickt, um sich bei ihr zu bedanken.

Enttäuscht zog sie ihren Schal vom Stuhl und band ihn sich um. Sie stand auf und wollte die Tür öffnen, als sie kurz erschrak. Sie hatte eine Bewegung an der Tür gesehen und schaute jetzt genauer hin. Da sah sie eine kleine Maus,  die furchtlos zu ihr aufblickte. „Beinahe hätte ich dich übersehen, so grau, wie du bist,“ sagte sie zur Maus und lächelte bei dem Gedanken, sich mit einer Maus zu unterhalten. Als habe das Tier sie verstanden, kam es ein paar Schrittchen näher und stand jetzt im kleinen Lichtkegel der einzigen herab baumelnden Deckenlampe. Hübsch war die kleine Maus, grau aber hübsch. Sie bückte sich hinab, aber die Maus blieb unbeeindruckt sitzen. Kurz überlegte sie, dann hielt sie der Maus ihre Hand hin. Und tatsächlich sprang die Maus in die Hand, drehte sich ein paar Mal im Kreis und flitzte den Schal hinauf. Oben angekommen, wuselte sie sich tief in ihn und kuschelte sich fest ein.

Verdutzt stand sie nun da, mit einer Maus im Schal.

Nach kurzer Überlegung öffnete sie die Tür, schloss alles gut hinter sich ab und ging nach Hause. Dort angekommen, schlüpfte das kleine, kecke, graue Mäuschen aus dem Schal und setzte sich sogleich hungrig zu ihr an den mit Keksen und Kakao gedeckten Tisch. 

Das kleine, graue Mäuschen und die "große, graue Maus" feierten zusammen das Weihnachtsfest, das schönste, das die beiden bisher in der Gemeinde zusammen erlebt haben.

Im folgenden Jahr konnte kein Krippenspiel stattfinden. Die nette Dame, die sich immer so selbstverständlich um alles gekümmert hatte, war nicht gekommen. 

Leider wusste niemand, wer sie war.

   


Die Geschichte von Rudolph,

dem Rentier mit

der roten Nase

(frei nach Monika Schüssler)

website: http://www.weihnachtsstadt.de/geschichten/marchen/rudolph-das-rentier.html

Hoch oben im Norden, wo die Nächte im Winter viel dunkler und länger sind und der Schnee viel weißer ist als bei uns, leben die Rentiere im Zauberwald. Hier ist auch der Weihnachtsmann zu Hause.

Jedes Jahr im Sommer geht der Weihnachtsmann auf die Suche nach den stärksten und schnellsten Tieren, die am Heilig Abend seinen gewaltigen Schlitten durch die Luft befördern können. Hier in Lappland lebte eine Rentierfamilie mit ihren fünf Kindern. Das Jüngste hörte auf den Namen Rudolph und war ein besonders lebhaftes und neugieriges Kind, das seine Nase in allerlei Dinge steckte. 


 

Tja, diese Nase hatte es wirklich in sich. Immer, wenn das kleine Rentierherz vor Aufregung ein bisschen schneller schlug, leuchtete sie so rot wie der Mantel vom Weihnachtsmann. Egal, ob er sich freute oder zornig war, Rudolphs Nase glühte in voller Pracht.

Seine Eltern und Geschwister hatten ihren Spaß an der roten Nase, aber schon im Rentierkindergarten wurde sie zum Gespött der vierbeinigen Freunde. "Das ist der Rudolph mit der roten Nase", riefen sie und tanzten um ihn herum, während sie mit ihren kleinen Hufen auf ihn zeigten. Und dann erst in der Rentierschule! Die anderen Rentierkinder hänselten ihn wo sie nur konnten. Mit allen Mitteln versuchte Rudolph seine Nase zu verbergen, manchmal übermalte er sie sogar mit schwarzer Farbe. Wenn er dann mit den anderen Verstecken spielte, freute er sich besonders, dass er diesmal nicht entdeckt worden war. Aber im gleichen Moment begann seine Nase so zu glühen, dass die Farbe abblätterte. Ein anderes Mal stülpte er sich eine schwarze Gummikappe darüber. Nun konnte er nur noch durch den Mund atmen. Als er auch zu sprechen anfing, klang es, als säße eine Wäscheklammer auf seiner Nase. Seine Mitschüler hielten sich die Rentierbäuche vor Lachen, aber Rudolph lief nach Hause und weinte bitterlich. "Nie wieder werde ich mit diesen gemeinen Blödhufen spielen", rief er unter Tränen. Seine Eltern und Geschwister konnten ihn gar nicht trösten.

Es war wieder einmal Sommer, und wie in jedem Jahr kündigte der Weihnachtsmann seinen Besuch an. In allen Haushalten wurden die jungen und kräftigen Rentierburschen herausgeputzt. Ihr Fell wurde so lange gestriegelt und gebürstet, bis es kupferfarben schimmerte, die Geweihe wurden mit Fett eingerieben und poliert, bis sie im Sonnenlicht glänzten.

Und dann war es endlich soweit. Auf einem riesigen Platz standen dutzende von Rentieren, die ungeduldig und nervös mit den Hufen scharrten und schaurig schöne Rufe ausstießen, um die Mitbewerber zu beeindrucken. Unter ihnen war auch Rudolph. Er war an Größe und Kraft den anderen Bewerbern deutlich überlegen.

Pünktlich, zur festgelegten Zeit, traf der Weihnachtsmann aus dem nahegelegenen Weihnachtsdorf ein. Er wurde von Donner, seinem getreuen Leittier, begleitet. Im Sommer ritt Santa Claus immer auf Donner - ohne Schnee keine Schlittenfahrt. Der Weihnachtsmann machte sich sofort an die Arbeit, indem er jedes Tier erst einmal genau anschaute. Immer wieder brummelte er einige Worte in seinen langen weißen Bart. Sorgsam wählte er die aus, die am Wettrennen teilnehmen durften. Die Sieger würden in diesem Jahr den Schlitten ziehen.

Rudolph kam es wie eine Ewigkeit vor, bis er an die Reihe kam. Seine Nase glühte vor Aufregung so rot wie noch nie. Santa Claus trat auf ihn zu, lächelte freundlich und - schüttelte den Kopf. "Du bist groß und kräftig und ein hübscher Bursche dazu", sprach er, "aber leider kann ich dich nicht gebrauchen. Die Kinder würden ja erschrecken, wenn sie dich sähen." Rudolphs Trauer kannte keine Grenzen. So schnell er konnte, lief er hinaus in den Wald und stampfte brüllend und weinend durch den tiefen Schnee. Die Geräusche und das weithin sichtbare rote Licht lockten eine Elfe an. Vorsichtig näherte sie sich, legte ihre Hand auf Rudolphs Schulter und fragte: "Was ist mit dir?" "Schau nur, wie meine Nase leuchtet. Keiner braucht ein Rentier mit einer roten Nase!" jammerte Rudolph. "Das kenne ich gut", sprach die Elfe, "ich würde gerne im Weihnachtsdorf mit den anderen Elfen arbeiten. Aber immer, wenn ich aufgeregt bin, beginnen meine Ohren zu wackeln. Und wackelnde Ohren mag Santa Claus nicht."

Rudolph blickte auf, wischte sich mit den Hufen die Tränen aus den Augen und sah eine bildhübsche Elfe, deren Ohren im Rhythmus eines Vogelschlags hin und her wackelten. "Ich heiße Herbie", sagte sie schüchtern. Und während sie sich so in die Augen sahen, der eine mit einer leuchtend roten Nase, die andere mit hin und her wackelnden Ohren, prusteten sie urplötzlich los und lachten bis ihnen die Bäuche weh taten.

An diesem Tag schlossen sie Freundschaft, schwatzten bis in die Nacht und kehrten erst am frühen Morgen heim.

Mit Riesenschritten ging die Zeit auf Weihnachten zu. Herbie und Rudolph trafen sich in dieser Zeit viele Male im Wald. Alle waren mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest so beschäftigt, dass sie nicht bemerkten, wie sich das Wetter von Tag zu Tag verschlechterte. Am Vorabend des Weihnachtstages übergab die Wetterfee Santa Claus den Wetterbericht. Mit sorgenvoller Miene blickte er zum Himmel und seufzte resigniert: "Wenn ich morgen den Schlitten anspanne, kann ich vom Kutschbock aus noch nicht einmal die Rentiere sehen. Wie soll ich da den Weg zu den Kindern finden?"

In dieser Nacht fand Santa Claus keinen Schlaf. Immer wieder grübelte er über einen Ausweg nach. Plötzlich erinnerte er sich an das Rentier mit der roten Nase und er hatte eine Idee, denn es tat ihm schon lange leid, dass er damals im Sommer das kleine Rentier so traurig zurückgelassen hatte. Er zog Mantel, Stiefel und Mütze an, spannte Donner vor seinen Schlitten und machte sich auf den Weg, um das Rentier mit der roten Nase zu suchen. Während der Fahrt begann es, in dichten Flocken zu schneien. So dicht fiel der Schnee, dass Santa Claus kaum etwas sehen konnte. In der Ferne leuchtete ein rotes Licht so hell, dass ihm der Schnee wie eine riesige Menge Erdbeer-Eis vorkam. Beim Näherkommen bemerkte er, dass es Rudolph mit der roten Nase war. "Hallo", rief er, "was hast du für eine hübsche und wundervolle Nase! Du bist genau der, den ich ich jetzt wirklich ganz dringend brauche. Was hältst du davon, wenn du am Weihnachtstag vor meinem Schlitten herläufst und mir so den Weg zu den Kindern zeigst?"

Als Rudolph die Worte des Weihnachtsmannes hörte, fiel er vor Schreck beinahe um, und seine Nase glühte so heftig wie noch nie in seinem Leben. Vor lauter Freude fehlten ihm die Worte. Erst langsam fand er seine Fassung wieder. "Natürlich…, furchtbar gerne. Ich freu' mich riesig…." Doch plötzlich wurde er sehr traurig. "Aber wie finde ich den Weg zurück zum Weihnachtsdorf, wenn es so dicht schneit?" Im gleichen Moment, in dem er die Worte aussprach, kam ihm eine Idee. "Bin gleich wieder da", rief er, während er schon in schnellem Galopp auf dem Weg in den Wald war und einen verdutzten Santa Claus zurückließ.

Wenige Minuten später kehrten ein Rentier mit einer glühenden Nase und eine Elfe mit wackelnden Ohren aus dem Wald zurück. "Sie wird uns führen, Santa Claus", sagte Rudolph voller Stolz und zeigte auf Herbie. "Mit ihren Ohren hält sie uns den Schnee vom Leibe. Und sie kennt den Weg." "Das ist eine prachtvolle Idee", dröhnte Santa Claus begeistert. Und so geschah es, dass Santa Claus am Weihnachtstag von einem Rentier mit einer roten Nase und einer Elfe mit wackelnden Ohren begleitet wurde.

Rudolph wurde am nächsten Tag von allen Rentieren begeistert gefeiert. Sie waren richtig stolz auf ihn. Schließlich hatte er ja nicht nur dem Weihnachtsmann geholfen, sondern die Weihnachtsbescherung für die Kinder gerettet. Ein großes Fest wurde veranstaltet, und alle Rentiere sangen und tanzten um das grosse Feuer bis lange nach Mitternacht. Sicher würde ihr Rudolph noch einmal ganz berühmt werden. Auch Herbie, die Elfe mit den Wackelohren, war eingeladen. "Ich werde allen im Wald von Dir erzählen", versprach sie ihrem Freund Rudolph.

Und so ist es auch tatsächlich gekommen: Die Geschichte von Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase, kennt heute jedes Tier im Winterzauberwald beim Weihnachtsmanndorf.

 

 

Die Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser 
Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese
Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius
Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen
ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth,
in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil
er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich
schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war
schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären
sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln 
und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in
der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den
Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des
Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie;
und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude,
die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland
geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln
gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem
Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott
und sprachen:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die 
Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die
Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan
hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu
das Kind in einer Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, 
breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt
war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die 
Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und
bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um,
priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
wie denn zu ihnen gesagt war.


(Lukas 2,1 - 20)

 

 



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